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Shawarma City – nicht einladend, aber köstlich

Schnell, günstig und lecker essen: Das wird bei den steigenden Preisen immer schwieriger. Bei Shawarma City an der Oststraße geht es noch. Wer davor steht, kann den Imbiss mit den tollen arabischen Sandwiches nur gnadenlos unterschätzen.
Veröffentlicht am 9. Januar 2023
Schawarma City in Düsseldorf
Von außen ist Shawarma City sehr unscheinbar. Der Imbiss an der Oststraße ist so klein, dass man ihn nicht betreten kann. Foto: Andreas Endermann

Als die Frau einen Döner bestellt, muss Ibrahim Abou Hawa lachen. Aus dem Lachen wird schnell ein kontrolliertes Glucksen und dann ein höfliches Lächeln. Die Kundin soll ja nicht das Gefühl bekommen, ausgelacht zu werden. Der große Fleischspieß hinter ihm mag ein wenig daran erinnern, aber Döner gibt es hier nicht. Ibrahim verkauft in seinem Imbiss arabische Speisen. Die Frau, die zum ersten Mal hier ist, nimmt ein Schawarma-Sandwich. Sie wird es – darauf würde ich viel Geld wetten – nicht bereuen. Denn wer einmal bei Shawarma City isst, kommt meist wieder.

Bei mir war es genauso. Ich bin irgendwann im Jahr 2021 auf den Imbiss gestoßen. Die arabische Küche habe ich Jahre vorher in Berlin lieben gelernt (meine Empfehlung). In der Hauptstadt gibt es Schawarma fast an jeder Straßenecke, in einigen Stadtteilen häufiger als Döner. Nach meinem Umzug nach Düsseldorf haben mir die Sandwiches gefehlt, denn hier gibt es nicht so viel arabisches Essen. Als ich eines Tages bei Google danach suchte, fand ich Shawarma City. Die Bewertungen waren so gut, dass ich schon fast misstrauisch wurde. Das muss ich mir doch mal anschauen, dachte ich. Eines Tages aß ich mit einem Freund bei Shawarma City und bin seitdem regelmäßiger Gast.

Den an der Oststraße gelegenen Imbiss gibt es erst seit etwa zweieinhalb Jahren, aber er ist längst kein Geheimtipp mehr. Während die Pandemie deutschlandweit Gastronomen die Existenz kostete, schrieb Shawarma City eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Hat er damals geahnt, dass es so gut laufen würde? Niemals, sagt Ibrahim und muss grinsen. Auch seine persönliche Geschichte ist spannend. 2015 war der gelernte Elektrotechniker von Syrien nach Deutschland geflohen. Zunächst lebte er in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, dann in Schwerin. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Essen zog es ihn nach Düsseldorf. Dort arbeitete er vier Jahre in dem türkischen Restaurant Saray in der Worringer Straße, seine Frau und seine beiden Kinder waren inzwischen nachgekommen. Im August 2020 übernahm er das kleine Ladenlokal an der Oststraße.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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