fbpx

Der Jäger der verlorenen Fußballplätze

Berry Winterberg fotografiert Fußballplätze, auf denen kein Verein mehr spielt. Ab 10. November stellt er eine Auswahl seiner Fotos in Düsseldorf aus. Warum interessiert er sich für diese verlassenen Orte?

Von Sebastian Dalkowski
Veröffentlicht am 10. November 2022
Berry Winterberg
Keine Sorge, ein paar mehr Fotos hat Berry Winterberg für seine Ausstellung über verlassene Fußballplätze noch aufgehängt. Foto: Andreas Endermann

Berry Winterberg hat dem Profifußball den Rücken zugekehrt, ein Fußballfan aber ist er geblieben. Einst Anhänger von Schalke 04, fühlte er sich irgendwann durch Korruption und Kommerzialisierung des Sports und die Ereignisse um Schalkes damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies so entfremdet, dass er sein Interesse dem Amateurfußball zuwandte. Heute verfolgt der 57-jährige Buchhalter aber nicht nur jedes Spiel seines Heimatvereins 1. FC Kleve in der fünften Liga, sondern fotografiert auch Fußballplätze, die von Amateurvereinen aufgegeben worden sind – Lost Places des Hobbysports. Auf seinem Facebook-Account „Nachspielzeit“ veröffentlicht er Fotos von Fußballplätzen, die manchmal kaum noch als solche zu erkennen sind, würden nicht die Tore aus dem hohen Gras ragen.

Ab 10. November zeigt er in der Ausstellung „Lost Ground Hopping“ eine Auswahl seiner Fotos in der Düsseldorfer Buchhandlung BiBaBuZe. Ich habe mit ihm telefoniert, weil ich wissen wollte, warum es ihn jedes Wochenende wieder auf verlassene, vergammelte und vergessene Fußballplätze treibt.

Erzähl mir von dem ersten verlassenen Fußballplatz, den du besucht hast.

Berry Winterberg Der lag mehr oder weniger im Wald am Autobahnkreuz Köln-Nord. Ich war schon häufig daran vorbeigefahren. Der Platz sah relativ okay aus, weil er teilweise noch als Bolzplatz genutzt wurde. Das Stankett war ziemlich verbeult und ramponiert. Ich habe mich gefragt, wo sich die Spieler umgezogen haben sollen, denn es gab keine Infrastruktur.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

Da unser Journalismus werbefrei und unabhängig ist, können wir ihn nicht kostenlos anbieten. Deshalb bitten wir Sie an dieser Stelle darum, unsere Arbeit zu unterstützen und eines unserer Abos abzuschließen (ab 8 Euro pro Monat) oder diesen Artikel einzeln zu kaufen (2 Euro). Sie können per Paypal, Sepa-Lastschrift oder Kreditkarte bezahlen.

Unsere Abos

Artikel einzeln kaufen

Schon Mitglied, Freundin/Freund oder Förderin/Förderer?

Hier einloggen


Lust auf weitere Geschichten?