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Zwei Jahre OB Stephan Keller: Bloß keine Fehler machen

Die beiden vorherigen Oberbürgermeister sind abgewählt worden, weil sie mit ihren Entscheidungen einen wesentlichen Teil der Wähler:innen verärgert haben. Das will der jetzige Rathaus-Chef unbedingt vermeiden. Aber gelingt ihm das?

Von Christian Herrendorf
Veröffentlicht am 27. September 2022
OB Stephan Keller Stadtrat Düsseldorf
Oberbürgermeister Stephan Keller im Düsseldorfer Stadtrat Foto: Andreas Endermann

Vor zwei Jahren ist Stephan Keller zum Oberbürgermeister von Düsseldorf gewählt worden. Spricht man in diesem Tagen mit Bürger:innen über ihn, erlebt man ein interessantes Phänomen: Diejenigen, die ihn damals gewählt haben, wirken skeptisch, ob die Entscheidung richtig war. Diejenigen, die Stephan Keller 2020 nicht favorisierten, klingen dagegen erstaunlich milde: „Er macht das eigentlich ganz gut.“

Parallel dazu hat sich auch der Amtsinhaber verändert. Stephan Keller scheint in seiner Rolle angekommen zu sein. Die Anspannung der ersten Zeit ist nicht mehr so dominant. Bei öffentlichen Auftritten agiert der Oberbürgermeister lockerer und souveräner als früher, bisweilen hat man fast den Eindruck, er genieße den Job. Oder zumindest einen damit verbundenen Termin.

Unabhängig von alledem ist aber die strategische Ausrichtung des Rathaus-Chefs geblieben. Sie lautet: Bloß keine Fehler machen. Sein Vor-Vorgänger, Dirk Elbers, hat mit einer Reihe unglücklicher Aussagen gegen Ende seiner Amtszeit wesentliche Sympathien verspielt – Stephan Keller hat das als Beigeordneter hautnah miterlebt. Und Vorgänger Thomas Geisel brachte sich mit umstrittenen Entscheidungen (Umweltspur, Pop-up-Radweg) um sein Amt. Das alles soll Stephan Keller nicht passieren. Daran ist sein Handeln ganz wesentlich orientiert.

Wie ist ihm dies in den ersten zwei Jahren gelungen? Und in welchen Themen stecken mögliche Quellen für Fehler? Diese beiden Fragen erörtere ich mit Blick auf die folgenden fünf Politikfelder:

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