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Thomas Geisel tritt für Wagenknecht-Bündnis an – Was der Wechsel in Düsseldorf bedeutet

Der frühere Oberbürgermeister geht im Juni als Spitzenkandidat der neuen Partei „BSW – für Vernunft und Gerechtigkeit“ in die Europawahl. Wie sich das auf sein Verhältnis zur SPD auswirkt und wie seine Chancen stehen, erkläre ich in dieser Geschichte. 

Veröffentlicht am 5. Januar 2024
ehemaliger Oberbürgermeister Thomas Geisel im Ratssaal der Stadt
Von der Kommunalpolitik nimmt Thomas Geisel (hier im Düsseldorfer Ratssaal) bis auf Weiteres Abschied. Er kandidiert nun für das Europäische Parlament.

Der Düsseldorfer SPD-Ortsverein Mitte-Nord hat eine bemerkenswerte Weihnachtsfeier erlebt. Die Sozialdemokrat:innen ehrten dabei langjährige Mitglieder, unter anderem den früheren Oberbürgermeister Thomas Geisel, der vor 40 Jahren sein Parteibuch bekommen hat. Gäste des Abends berichten, die Laudatorin habe den Jubilar mit wenig freundlichen Worten bedacht, wichtige Aspekte aus dem Lebenslauf ignoriert und ihn mindestens indirekt gewarnt, noch einmal eine OB-Kandidatur anzustreben.

Der Betroffene dürfte es mit Fassung getragen und als letzte Bestätigung einer Entscheidung wahrgenommen haben, die nun mit einer Einladung zu einer Pressekonferenz am 8. Januar in Berlin öffentlich wurde: Bei der Europawahl im Juni wird Thomas Geisel als Spitzenkandidat des Bündnis Sahra Wagenknecht („BSW – für Vernunft und Gerechtigkeit“) antreten – gemeinsam mit dem früheren stellvertretenden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion der Linken, Fabio de Masi. Mehr wollen die beiden mit der Parteigründerin in der Pressekonferenz erklären. Was man bereits jetzt zu der politischen Überraschung sagen kann, steht in den folgenden Fragen und Antworten:

Wie begründet Thomas Geisel seine Entscheidung?
Der frühere Oberbürgermeister sieht sich als Sozialdemokrat in der Tradition von Willy Brandt und Helmut Schmidt. Als solcher fühlt er sich in der heutigen SPD heimatlos.

Welche Argumente nennt er für seine politische „Heimatlosigkeit“?
In einem Brief an Freunde nennt Thomas Geisel fünf Politikfelder, in denen er nicht mehr mit der heutigen SPD übereinstimmt:

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