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Demo Gaslaternen Stephan Keller
Vor dem Düsseldorfer Rathaus erklärte Wolfgang Rolshoven (links) Oberbürgermeister Stephan Keller (rechts) und Bürgermeister Josef Hinkel, warum die Anwesenden für den Erhalt der Gaslaternen demonstrieren. Fotos: Andreas Endermann

Rolshoven gegen Keller wird zum Dauerduell

Der Oberbürgermeister und der Vorsitzende der Düsseldorfer Jonges stehen sich aktuell in der Debatte um die Gaslaternen gegenüber. Es ist bereits das dritte Mal, dass sie bei einem zentralen Thema öffentlich streiten.

Veröffentlicht am 8. September 2023

Es warten einige Dutzend Menschen vor dem Rathaus, als Oberbürgermeister Stephan Keller und die Fraktionsvorsitzenden aus dem Gebäude kommen – doch der Mann im hellblauen Polohemd fällt in der Gruppe sofort auf. Es ist Wolfgang Rolshoven, der Vorsitzender des Heimatvereins Düsseldorfer Jonges. Er erklärt, warum die offensichtlich aufgebrachten Menschen hier sind. Sie wollen, dass in der Stadt weiterhin knapp 10.000 Laternen mit Gas betrieben werden. Dass der Rat an diesem Tag das Gegenteil beschließen will (die weitgehende Umrüstung der Laternen auf andere Leuchtmittel), beschreibt der Mann an der Spitze der Bewegung mit seiner aktuellen Lieblingsvokabel: „Wortbruch“.

Wolfgang Rolshoven und seine Mitstreiter:innen überreichen dem Rathaus-Chef eine Kiste mit Listen. Knapp 6000 Unterschriften haben die Befürworter des Gaslichts nach eigenen Angaben gesammelt. Noch während der kleinen Demo streichen sie die Zahl mehrfach durch und schreiben eine höhere hin. Stephan Keller trägt die Kiste selbst ins Gebäude. Knapp sieben Stunden später beschließt der Stadtrat nach einer vorwurfsreichen Debatte das weitgehende Aus für gasbetriebene Leuchten, möchte die Form der historischen Laternen aber flächendeckend erhalten. Eine der Stimmen für diesen Antrag kommt vom Oberbürgermeister.

Die Debatte ist damit allerdings noch nicht beendet. Die Freunde der Gaslaternen erwägen nun ein Bürgerbegehren, um den Ratsbeschluss zu kippen. Das Duell Wolfgang Rolshoven gegen Stephan Keller wird also weitergehen – und damit zum Dauerbrenner. Die beiden stehen sich schon zum dritten Mal in einer zentralen Frage gegenüber, und das obwohl Stephan Keller noch nicht einmal drei Jahre im Amt ist.

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