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FDP: Schattenboxen im Stadtrat

Das erste Mal seit mehr als 20 Jahren sind die Liberalen nicht Teil der regierenden Mehrheit in Düsseldorf. Das führt zu einer sehr sachbezogenen Politik ohne Zwang zum Kompromiss – allerdings wird dabei nicht ersichtlich, wofür die FDP in Düsseldorf steht.

Von Christian Herrendorf
Veröffentlicht am 19. August 2021
FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihren Sitz im Stadtrat behalten, nachdem sie in den Bundestag gewählt wurde. Sie kann nicht mehr so Gesicht und Stimme ihrer Fraktion sein wie vor 2017. Foto: Andreas Endermann
FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihren Sitz im Stadtrat behalten, nachdem sie in den Bundestag gewählt wurde. Deshalb ist sie nun häufig in Berlin und kann in Düsseldorf nicht mehr so Gesicht und Stimme ihrer Fraktion sein. Foto: Andreas Endermann

1. Juli, letzte Sitzung des Stadtrates vor der Sommerpause. Die Fraktion „Die Partei/Klima“ beantragt, Düsseldorf möge prüfen, ob und wie man Bus und Bahn kostenlos anbieten kann. Die Ratsmehrheit aus CDU und Grünen argumentiert in mehreren Beiträgen, warum sie das nicht für sinnvoll hält und deshalb ablehnt. Dann kommt der Fraktionsvorsitzende der FDP, Manfred Neuenhaus, ans Rednerpult. Und sagt: „Dass am Ende eines langen Weges auch der Nulltarif steht, kann ich mir durchaus vorstellen.“

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