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Distanz zwischen Josef Hinkel und der CDU wächst

Er ist als Hoffnungsträger seiner Partei und OB-Vertrauter gestartet, nach drei Jahren im Stadtrat ist viel Ernüchterung eingekehrt. Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe – und ein Gegenargument.

Veröffentlicht am 11. Dezember 2023
CDU-Fraktionsspitze im Düsseldorfer Stdtrat
Diskussion in der Spitze der CDU-Fraktion vor einer Ratssitzung (von links): der Vorsitzende Rolf Tups (verdeckt), der stellvertretende Vorsitzende Andreas Hartnigk, Geschftsführerin Heike Kuhn und Bürgermeister Josef Hinkel.

In fast jeder Sitzung des Düsseldorf Stadtrats ist ein spezielles Murmeln zu hören. Es ist leise und es klingt nach Vorfreude auf etwas, das gleich amüsant wird. Dieses Murmeln ist in den Momenten zu hören, in denen Oberbürgermeister Stephan Keller den Ersten Bürgermeister Josef Hinkel bittet, ihn zu vertreten und die Ratssitzung zu leiten.

Das besondere Geräusch beruht auf der Erfahrung der nun gut drei Jahre, die dieser Rat zusammenkommt: Wenn Josef Hinkel die Sitzung leitet, folgen Momente zum Schmunzeln. Allerdings keine beabsichtigten. Bei den Nummern oder Titeln der Tagesordnungspunkte geht manches durcheinander, Redner ruft der Bürgermeister so auf, als zögen als nächstes die Swinging Funfares in den Saal. Bei einigen Ratsleuten findet er immer neue Versionen, ihren Namen falsch auszusprechen.  Und bei Abstimmungen ist es vorwiegend Stefanie von Halen, die im OB-Büro für Ratsangelegenheiten zuständig ist und deshalb neben dem Bürgermeister sitzt, zu verdanken, dass die richtige Menge Ja- und Nein-Stimmen erfasst wird und ins Protokoll kommt.

Der Rat nimmt es mit Humor – und zeigt damit aber insbesondere in Josef Hinkels Fraktion, der CDU, dass die Distanz zu ihm wächst. Das hat nach meinen Beobachtungen zwei Ursache: Der Oberbürgermeister hat sich verändert, und Josef Hinkel sich nicht als politisches Talent erwiesen.

Veränderungen beim Oberbürgermeister

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