Hellweg-Bande: Räuber oder Robin Hood?

Im und nach dem Zweiten Weltkrieg raubten Jugendliche aus Flingern Lebensmittellager aus – für sich und für andere Menschen, die Hunger litten. Ihr Anführer war ein Mann mit einem ganz besonderen Namen.
Von viernull
Veröffentlicht am 7. September 2026
True-Crime-Podcast Kohle, Knast und Kaviar

Unser True-Crime-Podcast „Kohle, Knast und Kaviar“ wird inzwischen von so vielen Menschen gehört, dass das Team um die Moderatoren Hans Onkelbach und Christian Herrendorf manchmal Tipps oder auch Wünsche für neue Fälle bekommen. Vor einigen Wochen gab es wieder einen solchen Hinweis. „Habt ihr schonmal von der Hellwegbande gehört?“, lautete die Frage.

Spontan wollte Hans mit Nein antworten, aber dann kam ganz weit hinten im Kopf eine Erinnerung auf. Seine Großtante Rosel selig, bis zuletzt sehr rüstig und dann im Jahr 1996 mit 96 gestorben, hatte diesen Namen mal erwähnt. In ihrer Erzählung ging es um eine Gruppe von Jungen und jungen Männern aus Flingern, die im und nach dem Zweiten Weltkrieg ihr Unwesen trieb. Die Bande klaute und raubte einerseits, half aber auch Menschen in Not. Die gab es in der Mitte der 1940er Jahre reichlich.

Das Team machte sich an die Arbeit und forschte nach. Am Ende stand es einmal mehr staunend vor einer Geschichte mit einer schillernden Person mittendrin: ein junger Mann namens Hubert Lange, Chef der Truppe und damals von einigen als Düsseldorfer Robin Hood dargestellt. Weil er eben jenen half, die nichts zu essen hatten und um ihr Leben und das ihrer Familie kämpften.

Offenbar hatte Lange aber auch einen ausgeprägten Hang zur Selbstdarstellung. Weil ihm sein Name zu wenig spektakulär erschien, nannte er sich Graf Mocca von Tonelli.

Wie immer hat Joris Wilmking die Details recherchiert, wie immer hat die Castcrew in ihrem Tonstudio die Folge produziert. Rosalie Stöbe erklärt die juristische Feinheiten, Anna-Lena Hauch kümmerte sich um die Nachrichten und das Urteil.

Sie können die Folge hier hören:

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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