Warum das “Three Little Birds“ jetzt nicht wieder öffnet
Die Plädoyers im Gericht halten normalerweise Staatsanwälte oder Verteidiger. In einem besonderen Prozess in Düsseldorf war es nun der Vorsitzende Richter. Heinrich Theißen warb bei den Beteiligten für eine gütliche Einigung. Wieder und wieder und wieder. „Ich kann nur raten, hier nicht ohne Ergebnis rauszugehen“, sagte er und meinte er.
Der Mann hatte eine 250-Gramm-Packung Kräuterbonbons auf dem Tisch stehen. Die so gepflegte Stimme nutzte er über mehr als vier Stunden, um Vorschläge für eine Lösung zu machen, um mit den und für die Parteien zu feilschen. Theißen schlug Laufzeiten, neue Pachthöhen, Ersatzzahlungen, zwischenzeitlich sogar das passende Marketing vor. Und appelliert immer wieder, Angebote anzunehmen. „Ich würde Ihnen sehr empfehlen, den Vorschlag anzunehmen. Machen Sie’s!“
Am Ende halfen alle Versuche, Brücken zu bauen und eine doppelte Niederlage zu vermeiden, nichts. Der Betreiber des Biergartens neben der Rheinterrasse „Three Little Birds“, Fabian Veldmann, und die städtische Veranstaltungstochter D.Live konnten sich nicht auf einen Zeitraum für eine Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit verständigen. Es scheiterte an acht Wochen.
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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