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„Das Mietniveau in Düsseldorf hat uns schockiert“

Als Daša Martin vor anderthalb Jahren an den Rhein zog, kam sie aus einer besseren Welt. In Wien betrug ihre monatliche Miete ungefähr die Hälfte von dem, was sie heute in Düsseldorf bezahlen muss. Wir haben mit ihr über die Ursachen gesprochen. Was kann Düsseldorf von Wien lernen?

Von Alexandra Wehrmann
Veröffentlicht am 30. August 2021
Daša Martin ist mit ihrer Familie von Wien nach Oberbilk gezogen. Sie kann die Unterschiede in der Wohnungspolitik beider Städte am Beispiel ihres Lebens erläutern. Foto: Andreas Endermann
Daša Martin ist mit ihrer Familie von Wien nach Oberbilk gezogen. Sie kann die Unterschiede in der Politik beider Städte am Beispiel ihrer beiden Wohnungen erläutern. Foto: Andreas Endermann

Im Herbst 2019 zog Daša Martin gemeinsam mit ihrem Mann und den beiden Kindern nach Oberbilk. Damals kannte die 33-Jährige das Quartier hinter dem Bahnhof ebenso wenig wie den Rest der Stadt. Zehn Jahren lang hatten sie gemeinsam in Wien gelebt. Dann fand ihr Mann in Düsseldorf einen neuen Job. „Als die Zusage kam, war ich gerade hochschwanger mit unserem Sohn“, erzählt Daša. An Wohnungsbesichtigungen war also gar nicht zu denken. Im Netz stieß ihr Mann auf das Wohnprojekt „Schöffenhöfe“ des Entwicklers Vivawest (Slogan „Wohnen, wo das Herz schlägt“), das damals noch im Entstehen war. Er nahm Kontakt auf. Man bot ihm drei Objekte zur Besichtigung an. Zwei Wochen, nachdem das Baby geboren worden war, flog der frisch gebackene Vater für einen Tag nach Düsseldorf, besichtigte die Wohnungen und nahm die Wohnkomplex-eigene Kita in Augenschein. Das Haus an der Mindener Straße, in dem die vierköpfige Familie heute lebt, war damals noch komplett unbewohnt. Um das Gebäude herum existierten noch keine Gehwege und Zufahrtsstraßen. Daša sah die leeren Räume lediglich via Videotelefonat. Zwei Wochen Bedenkzeit später entschied sich das Paar für eine 3,5-Zimmer-Wohnung. Eine Marathon-Suche, wie sie in Düsseldorf die Regel ist, blieb ihnen erspart. Die drei Wohnungen waren die einzigen, die sie sich anschauten.

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