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Am Anfang war der Karnickelausweis

Eine neue Folge unserer Reihe "Führende Frauen": Edeltraud Vomberg ist seit 2019 Präsidentin der Hochschule Düsseldorf. Ihr Amt geht sie mit rheinischem Pragmatismus und asiatischen Weisheiten an.
Veröffentlicht am 21. September 2021
Edeltraud Vomberg, Rektorin der Hochschule Düsseldorf, auf dem Campus in Derendorf. Foto: Johannes Boventer
Edeltraud Vomberg auf dem Campus der Hochschule Düsseldorf. Die Präsidentin freut sich auf den Tag, an dem er wieder so voll ist wie vor Corona. Foto: Johannes Boventer

Anmeldung im Vorzimmer der Präsidentin, zwei Schreibtische, zwei Assistentinnen. Edeltraud Vomberg (61) empfängt mich in ihrem modernen Dienstzimmer mit gutem Überblick über den Campus der Hochschule Düsseldorf (HSD). Sie setzt sich ans Kopfende des Konferenztisches – und erinnert sich an ihren „Karnickelausweis“. Mit diesem auch „Würmeling-Ausweis“ (nach Franz-Josef Würmeling, Bundesfamilienminister 1953-1962) genannten Pass fuhr die heutige Hochschulpräsidentin in jungen Jahren vergünstigt Bahn. Denn sie wuchs in einer kinderreichen Arbeiterfamilie mit geringem Einkommen auf. Sie erlebte die Unterstützung des Sozialstaates, aber auch die Häme, die jene umgangssprachliche Bezeichnung des Ausweises beinhaltete. Ihre Kindheit und Jugend in der unteren Mittelschicht seien prägend gewesen für ihre heutige Position und Tätigkeit, sagt Vomberg.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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