Warum der Rheinufertunnel vier Wochen dicht ist

In diese Röhre gucken vom 30. März bis zum 25. April nur Techniker. Für den Verkehr ist die Sperrung eine Katastrophe mit Ansage. Aber sie ist alternativlos, sagen die Verantwortlichen im Rathaus. Eine riesige Entlüftungsanlage wird ausgetauscht.
Von Hans Onkelbach (Text)
und Andreas Endermann (Foto)
Veröffentlicht am 27. März 2026
Rheinufertunnel Düsseldorf
Der Rheinufertunnel und sein nördlicher Zugang. Ab dem 30. März wird da nichts mehr rein- oder rausfahren, die Röhre wird geschlossen.

Verglichen mit der Sanierung eines Hauses könnte man die Arbeiten so beschreiben: Die alte Heizung muss raus, das Dach ist undicht und die Bodenbeläge sind verschlissen. Also kleckert man nicht, sondern klotzt und macht alles in einem Abwasch. Motto: Wenn man schonmal dran ist …

Beim Rheinufertunnel wird man das genauso machen. Ohnehin anfallende Arbeiten werden erledigt, Verschleiß behoben, Altes erneuert. Anlass ist der Austausch von zwei so genannten Axialventilatoren. Die saugen bei einem Brand in den Röhren den Qualm nach draußen ab. Nun müssen sie erneuert werden.

Wie arbeiten diese Ventilatoren?
Sie stehen in einem Schacht neben den teilweise übereinander liegenden Tunnelröhren. Bricht ein Feuer aus, öffnet sich eine lamellenartige Verbindung und die Rauchgase werden abgesaugt. Sensoren steuern die Technik. Dieses für Menschen tödliche Gemisch wird oben durch zwei viereckige Schornsteine ausgestoßen. Wer die Rheinuferpromenade kennt, der hat diese beiden wuchtigen Türme (einer steht schräg) schonmal gesehen.

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Einer der Ventilatoren, der ausgetauscht werden muss.

Warum müssen Entlüfter ausgetauscht werden?
Weil ihre Kapazität nicht mehr heutigen Vorschriften entspricht. Sie schaffen rund 4000 Kubikmeter pro Minute, die neue Technik bringt es wie verlangt auf 8000.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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