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Theater mit Straßenbahn gegen das Vergessen

„Endstation fern von hier“ heißt das vierte und letzte Stück in der Reihe des Theaterkollektivs Pièrre.Vers zur NS-Vergangenheit in Düsseldorf. Es gibt einer bisher vernachlässigten Opfergruppe eine Stimme. Ich war beim ersten Stück dabei, schaue zurück auf die Arbeit des Kollektivs und verrate, worauf man sich in Zukunft freuen kann.

Von Carmen Simon Fernandez
Veröffentlicht am 25. Juni 2022
Asphalt Festival Endstation fern von hier
Szene aus "Endstation fern von hier" im Straßenbahndepot Am Steinberg in Bilk. Foto: Nana Franck

Eine von den alten, cremefarbenen Straßenbahnen mit den dunkelgrünen Sitzen ruckelt durch Düsseldorf. Drinnen sitzen Menschen mit Kopfhörern und ernsten, konzentrierten Mienen. Sie lauschen der Stimme von Valentina aus der Ukraine. Valentina erzählt vom Kriegsbeginn, wie sie sich im Keller versteckt, weil die Soldaten einfach in die Häuser hineinbrechen, alles nehmen, was sie zwischen die Finger bekommen, besonders junge Frauen und Mädchen. Eigentlich wollte Valentina Ärztin werden, aber daran ist jetzt nicht mehr zu denken, denn es herrscht Krieg. Es ist nicht das Jahr 2022, sondern 1941.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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