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Lang, länger, Baller League

Die Hallenfußball-Liga von Lukas Podolski und Mats Hummels will Sport unterhaltsamer und dynamischer machen. Beim ersten Finalturnier in Düsseldorf funktionierte das nur bedingt.

Veröffentlicht am 9. April 2024
Baller League in Düsseldorf
Felix Stark, CEO der Baller League, überreicht den Pokal an Streets United, den ersten Sieger des Wettbewerbs. Zuschauer waren da schon kaum noch im Düsseldorfer Dome. Foto: Imago/Beautiful Sports

Es ist keine sonderlich diverse Menge, die am Montag um viertel vor sechs in der Sonne vor dem Düsseldorfer Dome steht. Es sind vor allem Jungs und Männer, irgendwas zwischen 14 und 35 Jahre alt. Sie tragen Freizeitkleidung. T-Shirts, Hoodies, dünne Jacken. Vereinzelte Frauen deuten darauf hin, dass das hier keine rein-männliche Veranstaltung ist. Vereinzelte Menschen in Trikots darauf, dass es sich hier um Fußball handelt. Sie alle sind hier, um gemeinsam einen sehr langen Abend zu verbringen.

Die „Baller League“ ist in Düsseldorf zu Gast und 12.000 Menschen sind ihr gefolgt. Sie sind hier, um einer Gruppe aus ambitionierten Amateuren und mittelklassigen Ex-Profis beim Fußballspielen zuzusehen. Vor allem aber wegen der deutlich größeren Prominenz neben dem Platz. Die Manager sind hier die wahren Stars: Comedian Felix Lobrecht, Rapper Kontra K, Ex-Fußballer wie Max Kruse und Kevin-Prince Boateng. Zusammengebracht von den Präsidenten Lukas Podolski und Mats Hummels.

Die richten ihre Liga mit zwölf Teams normalerweise jeden Montag in einer kleinen Halle vor 500 Menschen in Köln aus. Zum Finale der besten vier Teams sind sie ein Stück den Rhein heruntergezogen und füllen dort den Dome, die Heimspielstätte der DEG. Der ist offiziell ausverkauft, auch wenn es zu Beginn des ersten Halbfinales nicht so aussieht.

Die Stimmung ist dennoch gut, vor allem in der Kurve hinter dem von der Haupttribüne aus linken Tor. Dort stehen die Fans von Eintracht Spandau, deren Mannschaft zwar gerade nicht spielt, die allerdings in einer Art inner-Berliner Solidarität mit ihren Tribünennachbarn Calcio Berlin anfeuern. Auf der anderen Seite hinter einer sehr leeren, aus einigen brauen Ledersofas bestehenden VIP-Lounge stehen die Fans des Gegners Las Ligas Ladies. Während auf dem Platz recht konventioneller und einseitiger Hallenfußball geboten wird, imitieren die Fans in den Kurven echte Ultras und üben sich im Wechselgesang.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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