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„Fortuna für alle“ steht auf der Kippe

Das Projekt, Spiele gratis anzubieten, ist gefährdet. Denn die Finanzierung scheint keineswegs sicher. Ein wesentlicher Grund ist der schlechte Umgang mit langjährigen Sponsoren. Ich beschreibe hier Details, die bisher nicht bekannt gewesen sind.

Veröffentlicht am 12. Dezember 2023
DŸsseldorf, Deutschland, 2. Fussball Bundesliga 10. Spieltag Fortuna DŸsseldorf : 1.FC Kaiserslautern 4:3 am 21.10. 2023 in der Merkur Spiel-Arena in DŸsseldorf Das Spiel war die Premiere des Konzepts Fortuna fŸr Alle bei dem die Zuschauer kostenlos eine Eintrittskarten erhalten konnten.
Die Zuschauer sind begeistert vom Projekt "Fortuna für alle" und feiern den neuen Weg. Aber es kann sein, dass der sehr kurz sein wird. Foto: Imago/Norbert Schmidt

Es war ein Coup: Heimspiele zum Nulltarif für alle Fans – das hatte es noch nie gegeben. Alle Länder, in denen Fußball geguckt und geliebt wird, wurden auf Fortuna aufmerksam, das Medienecho war gewaltig. Rund 45 Millionen Euro würde es kosten, das über insgesamt fünf Jahre zu finanzieren, hieß es. Aber wer geglaubt hatte, dieses Geld sei beim Start komplett vorhanden, wurde getäuscht: Der Verein hatte nur einen Bruchteil davon wirklich sicher, finanziert sind nur drei, womöglich vier Spiele. Eins ist bereits gelaufen: am 21. Oktober gegen Kaiserslautern. Es folgen am 19. Spieltag die Partie gegen St. Pauli (Wochenende 26. bis 28. Januar) und am 28. Spieltag die gegen Eintracht Braunschweig (Wochenende 5. bis 7. April).

Zu diesen Spielen werden die Tickets erneut zum Nulltarif verteilt, Vereinsmitglieder haben den ersten Zugriff. Vor allem gegen den momentanen Tabellenführer St. Pauli, wenn das Stadion auch so ausverkauft sein könnte, ist die Lücke in der Kasse wegen der nicht realisierten Einnahmen schmerzlich.

Wie es danach mit „Fortuna für alle“ weitergeht, ist schwer kalkulierbar. Es sieht düster aus. Derzeit gibt es keine ausreichenden Sponsorengelder für eine Fortsetzung über die geplanten vier weiteren Jahre. Das Kalkül der Fortuna ist offenbar gescheitert, mit großem Aufsehen Geldgeber zu gewinnen. Tatsächlich waren die Reaktionen verhalten. Intern hieß es im Vorstand dennoch „Die Welt schaut auf uns“. Ja, das tat sie – aber sie will nicht zahlen.  

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