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Flughafen-Szenen: Von deutschen Schweinshaxen und italienischer Mortadella

Wer in den Urlaub fliegt und im Terminal in Düsseldorf wartet, kann auf sein Handy starren und WhatsApp checken. Man kann aber auch seine Umgebung betrachten. Das ist wie Kino und gleicht einem Film zwischen Woody Allen und Bully Herbig.

Veröffentlicht am 13. Juli 2023
Flughafen Düsseldorf
Menschen im Flughafen: Sie zu beobachten, lässt keine Langeweile aufkommen. Foto: Andreas Endermann

Im Flughafen angekommen um kurz nach 14 Uhr, viel zu früh – der Flug geht ist erst um Viertel nach Vier, aber man weiß ja nie. Die Szenen vom Vorjahr sind noch sehr präsent. Es gilt, Stress zu vermeiden. Der Fahrer von Uber war sehr nett und fragte als erstes: „Klimaanlage ok so?“ Er erklärte mir das Geschäftsmodel Uber, und dass er sich da wohlfühlt. Und er war neugierig: Wo geht es hin? Was machen Sie eigentlich beruflich? Als er das hörte, versprach er mir, sich VierNull.de anzuschauen. 

Drinnen: lebhaft, aber nicht überfüllt. Vor ein paar Schaltern stehen Menschen mit viel oder sehr viel Gepäck. Die Rollkofferdichte – vierrädrig – liegt bei fast100 Prozent. Willst du wissen, wie gut es den Leuten geht, schau auf ihr Gepäck: Samsonite, Rimowa – das ist Standard. Kinder wuseln umher, Mini-Hunde gucken ängstlich, die Vielflieger unter ihnen unbeeindruckt aus ihren Transport-Taschen. Dass diese vorne transparenten Boxen sehr oft aus dem Sortiment gängiger Luxus-Labels sind, finde ich erstaunlich. Wie immer frage ich mich: Und wenn die in zehn Kilometer Höhe mal müssen? Gassi gehen ist da schwierig. Alles Eindrücke im Vorbeigehen, Schlange stehen muss ich nicht, ich fahre mit Handgepäck.

Sicherheitsschleuse. Vor mir an drei oder vier Schaltern warten insgesamt vielleicht 100 Leute, ein freundlicher Einweiser leitet mich weiter. Es geht zügig voran. Rucksack, Laptop, Schlüsselbund, Handy, Portemonnaie, Münzen – alles in die Plastikwanne. Gürtel? Können Sie anlassen? Uhr? Auch! Das war vor ein paar Monaten noch anders. Aber womöglich liegt es an meinem Alter: Den Gürtel auszuziehen, mag man mir nicht zumuten. Ich bin sehr dankbar dafür.

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