fbpx

DDR-Feeling an der Kö: Schlange stehen für Taschen, Tassen, Tücher

Was veranlasst Menschen dazu, Stunden zu warten, um viel Geld auszugeben für Dinge, die teuer und keineswegs immer hochwertig sind? Dahinter steckt eine geschickte Marketingstrategie: künstliche Verknappung und die Aussicht auf 1:1-Service.
Veröffentlicht am 3. Juli 2023
Schlange vor Louis Vuitton
Zuerst geduldiges Warten, dann Einkaufen im Luxus-Laden – an der Kö ein gewohnter Anblick. Foto: Andreas Endermann

Samstagvormittag, 10.30 Uhr, Kö-Karree: Vor dem MCM-Laden steht eine Schlange von 30 oder 40 jungen Frauen und Männern, durchweg aus Asien. Wieso gehen sie nicht hinein ins Geschäft? Weil dort ein Zettel an der Tür hängt mit der Botschaft „Coffee Cup Event at 12“. 
Aha. Das heißt, in etwa anderthalb Stunden, nämlich um 12 Uhr, gibt es hier ein Event namens „Kaffee-Tasse“. Das klingt jetzt nicht gerade atemberaubend. Neugierig wie ich schon aus beruflichen Gründen bin, frage ich eine junge Frau, warum sie dort schon jetzt steht und wartet. 
„Wegen der Kaffee-Tasse.“
„Wegen einer Kaffee-Tasse?“
„Ja!“

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

Unser Journalismus ist werbefrei und unabhängig, deshalb können wir ihn nicht kostenlos anbieten. Sichern Sie sich unbegrenzten Zugang mit unserem Start-Abo: die ersten sechs Monate für insgesamt 1 Euro. Danach kostet das Abo 8 Euro monatlich. Es ist jederzeit kündbar. Alternativ können Sie unsere Artikel auch einzeln kaufen.

Start-Abo: 6 Monate für 1 Euro

Artikel einzeln kaufen

Schon Mitglied, Freundin/Freund oder Förderin/Förderer?

Hier einloggen


Lust auf weitere Geschichten?