Keine Farbe, nirgends, pure Tristesse. Dabei ist die Kö keine 200 Meter entfernt. Die Huschbergerstraße in Blickrichtung Bahnstraße. Foto: Andreas Endermann
Keine Farbe, nirgends, pure Tristesse. Dabei ist die Kö keine 200 Meter entfernt. Die Huschbergerstraße in Blickrichtung Bahnstraße. Foto: Andreas Endermann

1a-Lage, Kö-Nähe, völlig unbekannt

Die Huschbergerstraße erinnert an den Erfinder der Königsallee, die nur wenige Meter entfernt liegt, aber wie ein Paralleluniversum wirkt.

Von Christian Herrendorf
Veröffentlicht am 6. Mai 2021

Wäre die Huschbergerstraße ein Mensch, man würde über sie den Witz machen, dass man ihr ein Kotelett um den Hals hängen müsste, damit wenigstens die Hunde mit ihr spielen. Wer in der Düsseldorfer Innenstadt unterwegs ist, nutzt die Straßen rechts, links, vor und hinter ihr, aber nicht sie. Diese Verbindung zwischen Bahn- und Grünstraße ist bei näherem Nachdenken in etwa so sinnhaft wie ein dritter Arm. Folglich gibt es dort vor allem Notaus- und Lieferanteneingänge sowie Rückfronten von Geschäften. Deshalb wirkt die Straße, als würde sie im Jahresbericht der deutschen Milchglas-Industrie namentlich erwähnt. In einem Gewerbegebiet in Langenfeld fiele die Huschbergerstraße nicht weiter auf, aber sie liegt nur 80 Schritte von der Einkaufsmeile Kö entfernt. Und sie ehrt einen Mann, den das Düsseldorf-Lexikon als einen der „Schöpfer der Königsallee“ bezeichnet.

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