Juwelen-Räuber an der Kö

In der 25. Folge von „Kohle, Knast und Kaviar“ sprechen Hans Onkelbach und Christian Herrendorf nicht über ein einzelnes Verbrechen, sondern einen Typ von Straftaten: Überfälle auf Juwelier-Geschäfte. Die Händler haben regelmäßig aufgerüstet, die Täter sind deshalb immer heftiger vorgegangen.
Von Andreas Endermann (Foto)
Veröffentlicht am 23. März 2026
Königsallee Düsseldorf

Eine prächtige Allee ist die Kö schon lange. Zur Top-Adresse für Luxusmarken wurde sie dann in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Ruhrgebiet war ein Zentrum des deutschen Wirtschaftswunders – und die Chefs der dortigen Unternehmen lebten oft in Düsseldorf oder Meerbusch. Deshalb entstanden in der NRW-Landeshauptstadt auch die passenden Geschäfte für Menschen mit hohen Gehältern.

Das wiederum lockte Wohlhabende und Reiche aus anderen Ländern an und so drehte sich die Spirale nach oben. Heute sind die meisten der internationalen Luxus-Marken rechts und links des Kö-Grabens vertreten – in einer Dichte, wie es sie nur in wenigen deutschen und europäischen Städten gibt. Zwischen den Mode-Labels sitzen dabei die Anbieter von hochpreisigen Uhren und teurem Schmuck.

Und um die geht es in der 25. Folge von „Kohle, Knast und Kaviar“. Professionelle Banden haben die Juweliere in den vergangenen Jahren verstärkt ins Visier genommen. Hans Onkelbach und Christian Herrendorf machen das im Podcast an einigen Beispielen fest:

  • Zunächst gingen die Täter noch auf relativ „normale“ Weise vor. Sie verschafften sich Zutritt zu einem Laden, versprühten Tränengas und bedrohten das Personal, um sich so die besten Stücke aus den Vitrinen nehmen zu können.
  • Die Geschäftsinhaber reagierten und stellten Sicherheitskräfte ein. Bei einem besonders spektakulären Überfall drängten die Räuber diese Mitarbeiter mit Waffengewalt in den Laden, schossen dort in die Decke und nutzten ihre Maschinengewehre auch, als sie wieder aus dem Laden kamen.
  • In den Luxus-Läden wurden deshalb Sicherheitsschleusen eingebaut, damit die Täter nicht mehr so leicht und nicht mehr mit mehreren Personen in die Verkaufsräume gelangen können. Die professionellen Banden wussten aber auch darauf eine Antwort und fuhren mit einem Auto ins Schaufenster. Sie flüchteten mit Uhren im Wert von mehr als drei Millionen Euro auf Motorrollern aus dem Düsseldorfer Zentrum.

Wie sich die Juwelier-Überfälle an der Kö genau entwickelt haben und welche Täter geschnappt werden konnten, können Sie hier hören:

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