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ca 1900 Ewers & Mutter & Heine-Büste @Immermannstr
Um 1900: Hanns Heinz Ewers und seine Mutter Maria im Haus an der Immermannstraße 22, links am Fenster ist eine Heine-Büste zu erahnen. Foto: Heinrich-Heine-Institut.

Düsseldorfs vergessener Star-Autor

In den 1910er und 1920er Jahren war der Düsseldorfer Hanns Heinz Ewers Deutschlands erfolgreichster Schriftsteller. Sein Geburtstag jährt sich morgen, 3. November, zum 150. Mal. Unser Autor hat Ewers Geburtshaus an der Immermannstraße besucht.

Von Sebastian Brück
Veröffentlicht am 2. November 2021

Eine Straßenbahn zieht auf den lärmschluckenden und vom Verkehr abgekoppelten Rasengleisen vorbei. Autofahrer von außerhalb versuchen eine der Parktaschen auf den Seitenstreifen zu ergattern. Und von den Passanten, die uns auf den breiten Bürgersteigen der Immermannstraße entgegenkommen, ist jeder zweite Asiate. Vor anderthalb Jahrhunderten wurde hier, an der Ecke zur Oststraße, der Schriftsteller Hanns Heinz Ewers geboren. Einer der „originellsten Autoren der Epoche“ (der Spiegel), ein Dandy, ein exzentrischer Typ, einer, der anders war als die anderen. Schon weit vor dem ersten Weltkrieg setzte er sich für ein Heinrich-Heine-Denkmal und die Emanzipation der Juden sowie für die Rechte von Homosexuellen ein, posierte für Fotos gerne im grau-melierten Tweed-Zweireiher mit dezent gestreifter Krawatte. In den 1910er und 1920er Jahren war er der meistverkaufte deutsche Schriftsteller. Wer indes bei Instagram auf den Hashtag #HannsHeinzEwers klickt, findet nur wenige Einträge auf Deutsch – dafür viele in Englisch, Französisch, Spanisch und osteuropäischen Sprachen. Wir haben es also mit einem internationalen Star aus Düsseldorf zu tun, der heute – das scheint ja eine gewisse Tradition zu haben – in Düsseldorf so gut wie unbekannt ist.

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