Mittwoch, 21. Oktober 2026
 

+ Warum Quidditch heute Quadball heißt + Neues zum Fall Uwe Reppegather + ARD-Doku zur Rheinbahn-Sicherheit +

 
  
Guten Morgen ,

für jemanden, der sich nicht als übermäßigen Harry-Potter-Fan bezeichnen würde, ist mir Quidditch in meinem Leben erstaunlich früh begegnet. Es muss in etwa zehn Jahre her sein, dass ich mit Freund:innen am Rand der Hofgartenwiese in Bonn saß, wo ich damals studierte. Da sah ich im Augenwinkel eine Gruppe Menschen, die Besen zwischen ihren Beinen hielten und zwischen Aufstellern mit in der Luft hängenden Torringen umherliefen. Vielleicht war Dennis Hielscher sogar einer von ihnen. Immerhin ist es ungefähr so lange her, dass der Mitgründer der Düsseldorf Dementors auf dieser Wiese erstmals seinen heutigen Lieblingssport ausprobierte.

„Es ist eine Mischung aus Volleyball, Rugby und Dodgeball. Es ist sehr überfordernd, gerade am Anfang. Das finde ich cool“, sagt Hielscher. Früh trieb ihn die Frage um, wie sich die magische Sportart mit den fliegenden Besen aus den Harry-Potter-Büchern im wahren Leben umsetzen ließe. In Bonn fand er die Antwort, die bis heute seine Freizeit prägt. Seit der Gründung im Herbst 2016 ist er in Düsseldorf dabeigeblieben. Nur, dass der Sport heute Quadball heißt und das Team Dinosaurs.
 
Die Spieler:innen haben sich über die Jahre Schritt für Schritt von der Welt der Bücher und Filme entfernt. Das hat zum einen mit der stets unklaren Markenrechtssituation des Originalnamens zu tun, zum anderen mit Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling. Die wandelte sich nämlich durch transfeindliche Äußerungen unter vielen Fans von der Ikone zur Persona non grata. „Wir sind sehr transfreundlich“, sagt Hielscher über seinen Sport. Irgendwann passten Schöpferin und Schöpfung nicht mehr zusammen.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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