Donnerstag, 15. Oktober 2026
 

+ Lust auf gute Nachrichten + Wo Düsseldorf trotz Haushalts-Loch noch investiert + FDP-Chef Wolfgang Kubicki auf Mallorca +

 
  
Guten Morgen ,

als vor wenigen Tagen VierNull und das Redaktionsnetzwerk Deutschland RND in der Tonhalle den neuen gemeinsamen NRW-Newsletter TachLand vorstellten, war auch Nathanael Liminski dabei, der NRW-Medienminister. Er ließ sich auf der Bühne interviewen, dabei ging es um die Zukunft des Journalismus. Irgendwann sagte er, dass er an keinen Journalismus glaube, der jeden Tag die Welt untergehen lässt. Man solle auch über die 80 Prozent berichten, die klappen.

Good news are no news, nur schlechte Nachrichten sind eine Meldung wert: Diesen Gründungsmythos der Medien habe ich noch nie kapiert. Genauso wenig wie die latent hirnrissige Behauptung aus dem Mathematikunterricht in der Schule, wonach sich zwei Parallelen im Unendlichen treffen.

Einer in der Medienwelt seit Urzeiten kursierenden These zufolge sind schlechte Nachrichten insofern gut, als es den Medien darum geht, Ungewöhnliches abzubilden. Und das Ungewöhnliche sei nun mal zumeist das Schlechte, also das, was schief geht. Hinzu kommt, dass das Schlechte evolutionär bedingt stärker triggert als das Gute. Der Mensch ist ein Fluchttier – immer in Alarmbereitschaft.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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