Mittwoch, 22. Juli 2026
 

+ Kein Geld für neue Bücher in Stadtbüchereien + Als Zeitungen digital wurden: Vom Blei zur KI + Was Düsseldorf mit seinem Teil des Sondervermögens macht +

 
  
Guten Morgen ,

die Sparzwänge werden alle Bereiche treffen, hat Oberbürgermeister Stephan Keller angesichts der kommunalen Finanzkrise erklärt. Und es trifft offenbar wirklich alle Bereiche – auch die beliebten und besonders nachgefragten. Das hat ein Leser von uns bemerkt, als er den Stadtbüchereien einen Vorschlag für den Kauf eines Buches schickte. Die Antwort lautete, dies sei leider nicht möglich, weil man im Moment keine neuen Medien anschaffen könne/dürfe. 

Diese Entwicklung hat zwei Ursachen:
  1. Der städtische Haushalt für 2026 ist noch nicht von der Kontrollstelle des Landes, der Bezirksregierung, genehmigt worden. Deshalb kann die Stadt nur beschränkt Geld ausgeben: für Zahlungen, zu denen sie verpflichtet ist, für Zahlungen, die aus dem Vorjahr fortgesetzt werden, und für Zahlungen, die Düsseldorf vor akuten Gefahren bewahren. Die Bestätigung der Bezirksregierung kommt voraussichtlich im Laufe des Sommers. 
  2. Die Stadt hat darüber hinaus im Mai eine so genannte Bewirtschaftungsverfügung erlassen. Damit legt sie genau fest, welches Geld ausgegeben werden darf und welche Mittel vorerst gesperrt sind. Der Ankauf-Stopp für die Stadtbüchereien gilt also schon seit Mai. 
Wann er endet, ist noch nicht abzusehen. Die Rathausspitze wartet zunächst auf die Bestätigung der Bezirksregierung. Liegt diese vor, schaut sie, ob und inwieweit sie die Bewirtschaftungsverfügung zurückfahren kann. Zum jetzigen Zeitpunkt lasse sich das nicht beurteilen, teilte das Presseamt auf meine Nachfrage mit.
 
Was das umgekehrt für den städtischen Haushalt bringt, konnte man im Rathaus ebenfalls noch nicht einschätzen. „Die Höhe möglicher Einsparungen hängt maßgeblich davon ab, wann die Haushaltsmittel freigegeben werden und wie lange die derzeitigen Einschränkungen bestehen“, lautete die ebenso logische wie nichtssagende Antwort auf meine Frage.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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