Donnerstag, 09. Juli 2026
 

+ Frauen-Führerschein in Oberbilk + Fabian Zachel: Neuer Job bei den Katholiken + Erweiterungsbau für das Gymnasium in Eller +

 
  
Guten Morgen ,

Führerschein machen: cool und normal. Das dachte ich, als ich mich, gerade 18 und motiviert wie Spongebob, bei einer Fahrschule anmeldete. Tatsächlich stieg mein Lehrer oft so hart in die Beifahrer-Bremse, dass sich bei dem Gedanken noch heute mein Nacken verspannt. Er nannte mich Börnchen, nein, er polterte, und fragte mich in einem hochroten Atemzug, ob ich a) ein Kindheitstrauma oder b) eine Lernbehinderung hätte und ob ich c) planen würde, ihn umzubringen. Ich wollte nicht nach dem Telefonjoker fragen und ließ mich zunehmend überzeugen, eine Art Ausnahme-Problemfall zu sein. Wie peinlich!

Weil ich entschied, dass das niemand erfahren durfte, wechselte ich nicht den Fahrlehrer, sondern investierte in viele bauchschmerzige Übungsstunden und zwei gescheiterte Prüfungen. Das ging ins Geld und wirkte nach – wie sich bei meinem Gastro-Nebenjob zeigte. Schaute mir der Chef über die Schulter, erschien mir plötzlich jeder Handgriff so kompliziert, als stünde ich im CERN und müsste Protonen beschleunigen. Hoffentlich merkte er nicht, dass ich gar keine Tomaten halbieren kann!

Heutzutage bietet die Fahrschule „Abgefahrn" in Oberbilk einen „Frauen-Führerschein" an, bei dem nur Fahrlehrerinnen Schülerinnen unterrichten. Angesprochen seien vor allem diejenigen, die Angst vorm Fahren entwickelt hätten. Nach eigenen Angaben ginge es dabei um eine sichere, entspannte Atmosphäre. Bei den „Pink Edition"-Theoriestunden wartet eine „Candy Bar" mit Süßigkeiten und ein Getränkewagen mit Matcha auf die Schülerinnen. Auch in anderen Städten, etwa in Köln, Osnabrück oder Wuppertal gibt es Fahrschul-Unterricht von Frauen für Frauen.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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