Mittwoch, 01. Juli 2026
 

+ Möglichkeitsraum Arena + Wo geht’s denn hier zum Durchschnitt? + Erster Bauabschnitt der U80/81 ist technisch fertig + 

 
  
Guten Morgen ,

ich verbringe in diesen Wochen recht viel Zeit an einem Ort, der in meinem Alltag eigentlich sonst überhaupt keine Rolle spielt. Er liegt weit draußen im Norden, fast am Flughafen. Es ist ein wenig mühsam, ihn von meiner Wohnung mit der Bahn zu erreichen. Würde mich jemand nach den Sehenswürdigkeiten der Stadt fragen, würde ich nicht auf ihn kommen. Und doch, so fiel mir die Tage auf, habe ich dort einige der schönsten Momente in dieser Stadt verbracht. Ich spreche von der Arena. 

Mein Selbstbetrug beginnt schon damit, dass ich in der Regel behaupte, das Erste, was ich von dieser Stadt gesehen habe, seien Bahnhof, Bolkerstraße und Ballermann 6 gewesen. Damals, auf einer dieser Männertouren, die so viele Fremde zum ersten Mal nach Düsseldorf führten. Dabei war ich natürlich vorher da, mehrfach sogar. Damals, als die Arena zur großen Musikhalle für den Eurovision Song Contest wurde, war ich ein Dauerpendler aus Aachen, wo ich zu dieser Zeit wohnte. Schon damals hatte ich diesen Ort weit draußen wohl unterbewusst nicht als Teil der Stadt angesehen, sondern als ausgelagertes Etwas – irgendwo zwischen Flughafen und Shoppingmall.

Ich kam ein weiteres Mal wieder, noch bevor ich hier hinzog. Und erlebte wieder große Emotionen. Diesmal solche, die mir nicht entgegenkamen. Der Schiedsrichter, bei dem ich früher assistierte und bei dem es, anders als bei mir, zur großen Karriere reichte, durfte ein Spiel der Fortuna leiten. Wir fuhren mit ein paar Menschen hin, wollten danach gemeinsam mit ihm in der Altstadt feiern gehen. Der Plan scheiterte an einem Platzverweis und der darauffolgenden Fan-Wut. Mein alter Kollege wollte verständlicherweise nun nicht mehr zwischen Fans durch die Kneipen ziehen. Also fuhren wir alle wieder nach Hause.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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