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Guten Morgen ,
dass es hier um Abschied geht, wird schon in der allerersten Szene von „Das letzte Album“ deutlich. Die Drohne fliegt über die Ronsdorfer Straße. Erst ist Kuddel zu hören, dann Campino, bevor die Kamera ins Innere des Studios umschwenkt. Dort sitzt der Sänger der Toten Hosen mit einem Becher in der Hand auf einem Bürostuhl. Nicht als sein noch immer jugendlich wirkendes Bühnen-Ich, sondern als gealterter, angetrunkener Mann, der melancholisch zurückblickt. „Ich kann nicht verhindern, dass ich, dass das, was auslöst“, sagt er mit brechender Stimme und dann, wieder gefasster: „Ich muss echt sagen, ich komm mir vor wie verprügelt.“
Für ihr letztes Album „Trink aus, wir müssen gehen!“, das am 29. Mai erscheint, hat sich die Düsseldorfer Punk-Band erstmals bei der Produktion begleiten lassen. Das Ergebnis ist zum einen eine Reise durch die Geschichte der Band zwischen Ratinger Hof, Drogen-Eskapaden, 1000. Konzert und „Tage wie diese“. Es bietet aber auch neue Einblicke in jahrzehntelang gewachsene Mechanismen der Toten Hosen. Gerade diese Szenen einer Ehe sind es, die die Dokumentation wirklich sehenswert machen.
Campino, der Mann, der nach fertig produziertem Album so emotional wird, spielt dabei nicht nur auf, sondern auch neben der Bühne die Hauptrolle. Er, das klingt durch, hat die Entscheidung zum Anfang vom Hosen-Ende vorangetrieben, die nicht alle in der Band gleich unterstützten. Er ist es, dem eine Songidee unbedingt gefallen muss, damit sie es am Ende auch aufs fertige Album schafft. Und er ist es, von dessen Laune das Gelingen eines Tages am meisten abhängt.
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