Mittwoch, 13. Mai 2026
 

+ Das Wochenende der Kopfrechner + Schadow Arkaden bald Baustelle – aber nur zur Hälfte + Neue True-crime-Folge: Das Verschwinden der Debbie Sassen +

 
  
Guten Morgen ,

viele Menschen, ich inklusive, haben sich immer gefragt, warum ich mich neben dem Fußball auch so für den Eurovision Song Contest begeistern kann. Beim Fußball war die familiäre Vorbelastung offensichtlich, beim ESC war das anders. Da gab es eher breite familiäre Ablehnung. Nun sind beides irgendwie sportliche Wettstreite, bei denen Länder oder Vereine gegeneinander antreten. Ich glaube, in meinem Fall liegt der kleinste gemeinsame Nenner allerdings ganz woanders: beim Kopfrechnen.

Als ich ein Kind war, konnte ich mich für wenig mehr begeistern als für Zahlen. Ich verbrachte ganze Stunden in meiner eigenen Fantasiewelt aus ausgedachten Großereignissen, die ich penibel im Kopf durchrechnete. Manchmal spielte ich dabei zunächst aktiv gegen mich selbst, doch das Wichtigste war immer, was danach auf dem Blatt Papier stattfand. Ergebnisse, Tabellen, Bewertungsformeln. Etwas von dieser Faszination ist bis heute geblieben. Auch wenn Ihnen mein Mathelehrer aus der Oberstufe sicher etwas anderes erzählen würde.

Dieses Wochenende mit dem ESC-Finale am Samstag (ARD, 21 Uhr) und dem letzten Spieltag in den Fußball-Profiligen ist für mich nicht nur als Musik- und Sport-, sondern auch als Kopfrechenfan der absolute Jahreshöhepunkt. In der Bundesliga geht es zwischen Wolfsburg, St. Pauli und Heidenheim am Ende vielleicht nur um die Tordifferenz, in der Zweiten Liga hat sich die Fortuna-Ausgangslage mit dem Sieg gegen Elversberg zwar deutlich verbessert, ist aber immer noch variantenreich. Ein Auszug: Fortuna hält zum Beispiel auch dann direkt die Klasse, wenn sie in Fürth mit höchstens zwei Toren Differenz verliert und Braunschweig mit mindestens drei Toren Differenz auf Schalke verliert oder Bielefeld gegen Berlin verliert. Ein Traum!

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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