Dienstag, 05. Mai 2026
 

+ Luisen-Gymnasium: Verkauf wird intensiv diskutiert + Uerige und Schumacher sind eng verbunden + Kneipen-Rally bei "Jazz City Bilk" +

 
  
Guten Morgen ,

am Donnerstag kommt der Stadtrat zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Wenn ich wetten sollte, welches Thema dort am intensivsten diskutiert wird, würde ich auf das Luisen-Gymnasium setzen. Die Politikerinnen und Politiker stimmen darüber ab, ob das Schulgebäude und/oder das Grundstück an der Bastionstraße verkauft wird. In der Vorlage aus dem Rathaus steht als Mindestpreis 27,5 Millionen Euro. Damit soll ein Teil des Neubaus gegenfinanziert werden, der derzeit an der Völklinger Straße in Bilk entsteht.

Wir haben hier bei VierNull schon vor einiger Zeit Pro- und Contra-Argumente zu diesem Plan veröffentlicht. Ich habe damals für Verkauf votiert, der frühere Vorsitzende der Düsseldorfer Jonges, Wolfgang Rolshoven, dagegen. Noch mehr Punkte, die gegen das Vorhaben sprechen, hat der Vorsitzende des Vereins der ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Görres-Gymnasiums nun zusammengestellt. In seinem Papier wird der Verkauf des benachbarten Luisen-Gymnasiums unter anderem aus folgenden Gründen als Fehler bezeichnet:
  • Er schwäche den Bildungsstandort in der Innenstadt und das vorhandene Bildungsnetzwerk von Görres-, Luisen- und Geschwister-Scholl-Gymnasium.
  • Er nehme dem Zentrum einen Teil seines Publikums, weil Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie die Eltern nicht mehr dorthin fahren. Darunter leide auch die soziale Durchmischung des Viertels.
  • Für den städtischen Haushalt habe das Ganze einen einmaligen Effekt, löse aber kein strukturelles Problem.
Als Alternativen steht in dem Papier ein Bildungs- und Kulturstandort an der Bastionstraße. Stadt und Land könnten dazu kooperieren. Ebenso denkbar sei, dass die Stadt Eigentümerin der Immobilie bleibt und ein privater Investor dort entwickelt, wobei Bildung ausdrücklich Teil seines Konzepts sein müsse.

Mit Blick auf die eigene Schule kann sich der Verfasser des Papiers auch vorstellen, das Görres dorthin zu erweitern: „als gemeinsames Oberstufenzentrum oder Campus Bastionstraße für Schülerinnen und Schüler sämtlicher Gymnasien in kommunaler Trägerschaft“.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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