Montag, 27. April 2026
 

+ Düsseldorf und seine Baustellen: Offensichtlich unkoordiniert +  Stadt unterstützt Veranstaltungstochter D.Live mit mindestens 45 Millionen Euro + Pegeluhr tickt im Juli wieder + 

 
  
Guten Morgen ,

Baustellen, Sperrungen, Umleitungen in unserer Stadt – ich will ja nicht nerven und schon wieder auf diesem Thema herumreiten, aber diese unendliche Geschichte hat jetzt ein weiteres Kapitel voller Ärgerlichkeiten bekommen. Seit  Samstag haben wir ja die vierwöchige Sperrung des Rheinufertunnels hinter uns. Unterm Strich war es weniger schlimm als erwartet. Es hat zwar an den üblichen Stellen deutlich mehr Autos und daher Staus gegeben, aber irgendwie waren die Fahrer durchweg rechtzeitig informiert und besonnen genug, sich entweder alternative Routen oder andere Verkehrsmittel zu suchen. Das ganz große Chaos ist ausgeblieben, nicht zuletzt, weil zwei Wochen der Sperrung in den Osterferien lagen. Das spricht für eine vernünftige Planung.

Absolute Fehlplanung war dagegen die Idee, während der letzten Woche der Sperrung des Tunnels auch die Flughafenbrücke/A44 vom Kreuz Meerbusch Richtung Düsseldorf dicht zu machen. Keine Ahnung, wer auf eine solche Idee kommt – aber die Folgen waren dramatisch. Der gesamte Verkehr, der auf dieser Achse von West nach Ost läuft, floss nun über die A52/B 7 zur Theodor-Heuss-Brücke. Die Folge: Rückstaus bis hinter dem Kaarster Kreuz. Ohnehin auf einige Strecken konzentrierter Verkehr (Sperrung des Rheinuferstunnels) musste nun noch all jene aufnehmen, die im Norden nicht mehr über die dortige Brücke fahren konnten.

Da fragt man sich doch: Wer macht das, wer koordiniert das? Koordiniert das überhaupt jemand? Zwei wichtige Achsen zeitgleich zu – unfassbar. Bei einem früheren Problem dieser Art habe ich mir mal die Mühe gemacht zu recherchieren, auf welche Stelle das zurückzuführen ist. Das Ergebnis: Einer der maßgeblichen Beteiligten war ein Beamter, der am Niederrhein lebte und jeden Tag, großzügig die Gleitzeit nutzend, vor dem großen Andrang in die Stadt pendelte und rechtzeitig wieder heimfuhr, bevor die Rushhour begann. Mit anderen Worten: Weder kannte er die Stadt noch betraf ihn das Ganze.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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