Dienstag, 14. April 2026
 

+ Coworking-Stadt Düsseldorf + Geräucherte Schweineohren und Kalaschnikow-Wodka + Wie die neuen Bahn-Linien heißen werden +

 
  
Guten Morgen ,

es begann in Garagenhöfen und Bürogebäuden, die reichlich Charme der 80er-Jahre-Bundesrepublik bewahrt hatten. Dort waren Wände mit Tafellack überzogen, so dass man Ideen mit Kreide an die Wand schreiben konnte. Dort gab es sehr viel Limonade. Und an den Schwarzen Brettern las man von Gründerinnen und Gründern, die Unterstützung für eine nicht immer sofort einleuchtende Geschäftsidee suchten.

Der Anfang von Coworking-Orten in Düsseldorf war romantisch. Dass sich das inzwischen weitgehend verändert hat, ist dennoch nicht schlimm. Wenn vom 23. bis 25. April das wahrscheinlich größte Coworking-Treffen der Republik hier stattfindet, dann kann man gut sehen, wie vielfältig die Angebote heute sind. Es gibt immer noch Schreibtische für einen zweistelligen Monatsbetrag, ebenso wie Orte, an denen die Möbel mittlere Monatsgehälter kosten. Man findet Nerds, die den Lebensabschnitt zwischen Studium und Berufsleben noch ein bisschen dehnen, oder Projektgruppen aus großen Firmen oder Kanzleien, die für eine Weile Büros außerhalb ihres Hauptsitzes mieten.

Die German Coworking-Federation, die das Treffen in Düsseldorf veranstaltet, weiß um diese Unterschiede. Sie ist deshalb beim Leitthema des Kongresses schon einen Schritt weiter. Es geht darum zu zeigen, was Coworking-Spaces über das reine Arbeiten hinaus noch können. Dazu hat man in Düsseldorf einen passenden Ort gefunden: den Kiwifalter an der Kalkumer Schloßallee, der Arbeitsplätze und Kinderbetreuung eng verbindet. Der Nachwuchs spielt wie bei Tageseltern, die Erziehungsberechtigen und ihre Laptops sind eine Etage höher und damit sehr nah, wenn mal etwas ist oder gemeinsame Aktivitäten anstehen. Ich habe in diesem Newsletter ausführlich über den Kiwifalter berichtet.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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