Montag, 13. April 2026
 

+ Thomas Geisel: Städtepartnerschaft mit Moskau reaktivieren + Führerschein? Nein, Danke! + Fortuna: Auf Markus Anfang folgt Alexander Ende +   

 
  
Guten Morgen ,

erneut macht mich Thomas Geisel ratlos, erneut stellt sich mir die Frage: Was geht in seinem Kopf vor? Noch 2024 ließ er sich für 40 Jahre SPD-Mitgliedschaft ehren, hatte (aussichtslos) versucht, wieder OB-Kandidat der Düsseldorfer Genossen zu werden und wechselte schließlich im Groll zum BSW.

Seitdem macht er Schlagzeilen, weil er nicht aufgibt, einen anderen, nämlich seinen Blick auf Russland, Putin und den Krieg in der Ukraine zu erklären. Nun hat er auf Facebook ein Video veröffentlicht, in dem er voller Stolz und Freude berichtet, er sei gerade in Moskau. Als Teilnehmer eines Wirtschaftsforums führe er viele Gespräche und erlebe vor allem, wie junge Menschen ihr Interesse am Westen betonten. Man sieht ihm an, wie wohl er sich fühlt. 

Folgerichtig kommt dann sein Plädoyer für das Ende des Kriegs in der Ukraine! Krieg in der Ukraine – als sei da ein Konflikt zwischen zwei Ländern ausgebrochen und müsse nun irgendwie beendet werden. Kein Wort, wer wen überfallen und mit schaurigen Kriegsverbrechen überzogen hat. Kein Wort über hunderttausende junge Menschen, Frauen, Kinder, die ein größenwahnsinniger Diktator auf dem Altar seines historischen Irrsinns opfert. Und obwohl Geisel auch an seine Zeit als Düsseldorfer OB erinnert, hält er es nicht für nötig zu erwähnen, dass in dem Land, in dem er gerade willkommen ist, einer der berühmtesten Düsseldorfer vorige Woche zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden ist: Wagenbauer Jacques Tilly. Der war von einem Moskauer Gericht in Abwesenheit wegen Verunglimpfung der russischen Armee und des Präsidenten angeklagt worden.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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