Donnerstag, 12. Februar 2026
 

+ Riesenthema Junggesellinnenabschiede + Düsseldorfs einzige Kaiserin + Altweiber über den Dächern +

 
  
Guten Morgen ,

im Grunde ist das hier ein Open-World-Spiel. Man wacht auf und hat die freie Wahl. Man kann im Bademantel zur Arbeit gehen oder den Bäcker auf Latein begrüßen. Trotzdem entscheiden sich die meisten für Anpassung und Routine. Weil, klar: Natürlich gibt es Regeln und Konsequenzen – moralische, juristische, finanzielle. Und dann ist da noch die Scham.

Riesenthema Junggesellinnenabschiede. Ich war mittlerweile auf ein paar und glaube, ein Prinzip zu erkennen. Serielle Überbietung. Man greift in einen immer gleichen Baukasten und behält das bei, was sich beim vergangenen Junggesellinnenabschied bewährt hat. Jetzt könnte man sagen: Toll! Dann werden sie ja immer besser. Doch die Meinungen gehen nun mal auseinander. Das Spektrum reicht von Altstadt-Trinkspielen bis Keramik-Kurs. Enthemmt versus geschmackvoll. Ein Zielkonflikt.

Nun erinnern Planungs-WhatsApp-Gruppen für Junggesellinnenabschiede stark an die EU. Auf Einstimmigkeit sollte man nicht lange hoffen. Stattdessen gibt es Vetos und Zugeständnisse. Bauchladen: peinlich. Kondome verkaufen: könnte witzig sein. Aber grundsätzlich: schon auch stilvoll bitte.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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