Montag, 02. Februar 2026
 

+ Was am Hauptbahnhof und in Züge besser werden sollte + Düsseldorfs bekanntester Metzger hört auf – Nachfolger steht bereit + Donald Trump an der Friedrichstraße +

 
  
Guten Morgen ,

meine Kollegin Anna-Lena Hauch ist viel im Regionalverkehr unterwegs und hat unfreiwillig jede Menge Zeit, sich mit Stationen und Zügen zu beschäftigen. Aus ihren Beobachtungen und bitteren Erfahrungen sind Ideen und ist eine Serie geworden, die sie wie folgt erklärt:

„Ich schreibe hier über die Bahn – und es wird nicht um Verspätungen oder Zug-Ausfälle gehen. Ja, es herrscht in ganz NRW der Wahnsinn auf Schienen, und es sieht angesichts der geplanten Baustellen nicht danach aus, als ob sich das in den nächsten Jahren ändern würde. Ich möchte mich damit beschäftigen, wie man das Drumherum des täglichen oder gelegentlichen Pendelns verbessern kann. Dazu drei Beispiele:
  1. Längere Aufenthalte an Bahnhöfen bleiben (siehe oben) nicht aus. Und das bringt mich zu meinen ersten Fragen: Warum ist die Nutzung der Toiletten an Bahnhöfen nicht kostenfrei? Warum haben Pendler:innen bei über 30 Grad im Sommer keinen Zugang zu kostenlosen Wasserspendern, wie es sie sonst im Stadtgebiet gibt?
  2. Wenn Sie regelmäßig am Hauptbahnhof sind, wissen Sie, was ich mit Reizüberflutung meine. Die Bahnsteige und Züge sind überfüllt. Aus allen Ecken ertönen Durchsagen, die Geräuschkulisse und das Treiben um einen herum bringen den Puls in die Höhe. Warum gibt es keine anständigen Rückzugsorte? Solche, die nicht beinhalten, dass man sich ein belegtes Brötchen für knapp fünf Euro kaufen muss, um dort einen Moment in Ruhe durchzuatmen, bevor es weitergeht? Ich habe vor kurzem zumindest einen Glaskasten mit Sitzgelegenheiten entdeckt. Allerdings auf dem Bahnsteig, an dem hauptsächlich der Fernverkehr abfährt.
  3. Ich fahre mit der RB39 von Grevenbroich-Kapellen nach Düsseldorf. Bisweilen ist der Zug so voll, dass kaum noch jemand durch die Tür kommt oder einen sicheren Platz zum Stehen findet. Im vergangenen Sommer gab es eine Phase, in der der Zugführer in einem solchen Fall die erste Klasse freigegeben hat. Im zurückliegenden halben Jahr ist das noch genau einmal passiert. Das sind je nach Waggons noch einmal 40 zusätzliche Plätze. Meistens sitzen hinter den schwingenden und klappernden Glastüren die Bahn-Mitarbeitenden. Diese Züge werden doch zum Großteil von Berufspendler:innen mit Deutschlandticket genutzt. Was soll da eine erste Klasse? Zumal sie offenbar ohnehin kaum bis gar nicht genutzt wird.
Solche Themen erschweren die Tortur im Regionalverkehr zusätzlich, und für mich gibt es dafür keinen ersichtlichen Grund. Deswegen möchte ich diesen und weiteren Fragen auf den Grund gehen und werde mich dazu an die Bahn wenden. Falls Ihnen auch etwas auf- oder einfällt, freue ich mich, wenn Sie mir an [email protected] schreiben. Die Antworten der Bahn werden dann im Newsletter veröffentlicht und von mir eingeordnet.“

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